Der Traum vom Eigenheim: Darum ist er für so viele kaum erfüllbar

Für viele Menschen ist es wichtig, im eigenen Haus oder der eigenen Wohnung zu leben. Doch wer kann sich das in Oberösterreich noch leisten?


Der AK Wohnzufriedenheitsindex zeigt klar: Gut sechs von zehn oberösterreichischen AK-Mitgliedern leben entweder in der eigenen Wohnung oder im eigenen Haus. Acht von zehn halten es für wichtig, ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung zu besitzen. Der Mehrheit der Arbeitnehmer:innen in Oberösterreich bedeutet Wohnen im Eigentum viel. Dennoch bleibt für viele Menschen
der Wunsch unerfüllt, eigene „vier Wände“ zu besitzen. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer:innen
würde gerne Eigentum erwerben, kann sich das jedoch nicht leisten.

Drei Viertel der Jungen
können nicht


Besonders jüngere Menschen sind hier stark betroffen: 71 Prozent und somit fast drei Viertel der unter 30-Jährigen geben an, sie könnten sich den Traum vom Eigenheim oder der Eigentumswohnung nicht
erfüllen. Die Kosten für das Bauen selbst, für Kredite und Zinsen so wie für das Bauland sind schlicht
zu teuer. Auch jene, die sanieren möchten, stehen vor Hürden. Der Großteil der Bausubstanz in Ös
terreich ist zumindest 15 Jahre alt. Zwölf Prozent der Befragten in Oberösterreich geben an, dass das
von ihnen bewohnte Haus sanierungsbedürftig ist. Jedoch: Etwa acht von zehn schätzen die Leist
barkeit von und die Förderungen für Maßnahmen wie Heizungstausch oder Vollwärmeschutz
schlecht oder kritisch ein. Die Politik ist hier dringend gefordert, die Förderungen besonders für kleine
und mittlere Einkommen entsprechend zu gestalten.

So wird Wohnungseigentum
für mehr Menschen leistbar

Die AK steht an der Seite jener, die Eigentum schaffen wollen. Um dies mehr Menschen möglich zu machen, sollte die Wohnbauförderung des Landes Oberösterreich deutlich erhöht werden. Die Basis
liegt bei 75.000 Euro. Das ist zu wenig. Nachbesserungsbedarf gibt es auch bei den Hypothekarkrediten:
Aktuell können sie im vollen Um fang fällig gestellt werden, sobald auch nur eine Rate nicht gezahlt
werden kann. Hier müssen die Rechte der Kreditnehmer:innen gestärkt werden. Und: Ein Wohnbonus in Höhe von 800 Euro für alle Arbeitnehmer:innen in Form einer jährlichen Steuergutschrift soll die steigenden Wohnkosten auch für Eigenheimbesitzende zu einem Teil abgelten.