Unser Trinkwasser ist von hervorragender Qualität. Dafür, dass es auch so bei den Haushalten ankommt, sorgt Wassermeister Thomas Kienmeyer.
„Jeder dreht in der Früh den Wasserhahn auf, jedoch die wenigsten wissen, was da dahinter steckt. Ich wollte das wissen“, sagt Thomas Kienmeyer. Der 34-Jährige ist gelernter Installateur, hat mehr als 15 Jahre Berufserfahrung und bringt seit bald drei Jahren sein Können und Wissen beim Wasserverband Großraum Ansfelden ein. Der gemeindeübergreifende Verband sorgt in der Stadt Ansfelden, der Marktgemeinde Pucking und in der Gemeinde St. Marien für die Wasserver- und Abwasserentsorgung. Das ist eine wichtige Basisdienstleistung für die Menschen.
Mehr als nur lange Rohrleitungen
Als Wassermeister ist Kienmeyer mit drei weiteren Kollegen im Bereich Wasserversorgung für Betrieb, Wartung und Instandhaltung von mehr als 220 Kilometern Rohrleitungen verantwortlich. Dazu kommen Anlagen wie Hochbehälter und Pumpstationen, die seine Aufmerksamkeit brauchen. Um die Aufgaben fachlich gut zu meistern, hat er erst vor Kurzem die zertifizierte Weiterbildung zum Wassermeister erfolgreich abgeschlossen. „Durch meine Arbeit sind gut 30.000 Menschen im Bezirk Linz-Land rund um die Uhr mit sauberem Trinkwasser versorgt. Es ist für mich ein gutes Gefühl, etwas so Wichtiges für die Allgemeinheit zu leisten“, erklärt Kienmeyer. Er schätzt dabei besonders, dass sein Arbeitgeber hohes Vertrauen in ihn setzt. Zusätzlich kann er sich die Arbeit über weite Strecken selbst einteilen. „Dennoch sind Einsätze in der Nacht, bei Regen oder bei Rohrbrüchen im Schlamm herausfordernd“, sagt Kienmeyer. Besonders, wenn solche Einsätze während des Bereit-schaftsdienstes vorkommen.
Gespür und umfassendes Wissen
Dabei ist genau dieser Bereitschaftsdienst wichtig. So erzählt Wassermeister Kienmeyer, dass es durch einen technischen Defekt eines Tages beinahe so weit gekommen wäre, dass ein zentraler Hochbehälter leer gewesen wäre. Durch sein Wissen und auch sein Gespür für die Wasserversorgungsanlage konnte er gerade noch verhindern, dass bei vielen Menschen der Wasserhahn in der Früh trocken geblieben wäre.
Zur Zukunft des Berufes Wassermeister gefragt, erwartet Kienmeyer einerseits technischen Fortschritt, zum Beispiel bei der Rohrbruchsuche. Andererseits: „Aufgraben und in die Künette hinuntersteigen, wird sich so schnell nicht ändern“, ist Kienmeyer überzeugt.